Bring Your Love von Madonna und Sabrina Carpenter – Einfach HAMMER!

Ich gebe es gleich mal im Vorfeld zu, ich habe bei Pop Momenten oft eine viel zu große Meinung für jemanden, der daheim nur mit Kaffeehäferl vor dem Laptop sitzt. Aber als ich gesehen habe, dass Madonna bei Sabrina Carpenter auf der Coachella Bühne aufgetaucht ist, war ich sofort da. Also richtig da, so anwesend wie nie zuvor. Nicht so ein normales „ah nett“, sondern eher dieses kleine innere Kreischen, das man eigentlich nur bekommt, wenn etwas wirklich Unerwartetes passiert.

Sabrina Carpenter hat heuer sowieso einen Lauf, der fast schon frech wirkt. Erst Taylor Swift, Sydney Sweeney, dann Dolly Parton, und jetzt Madonna. Mit 26 Jahren steht sie mitten in diesem Pop Wirbel, zwei erfolgreiche Alben im Rücken, Millionen Hörerinnen und Hörer, und trotzdem wirkt sie auf der Bühne nicht wie jemand, der sich einschüchtern lässt. Ihre Coachella Shows (weitere Infos gibt’s auf Rolling Stone) waren offenbar voll mit Glitzer, großen Kulissen und Überraschungen, sogar Will Ferrell, Sam Elliott und Samuel L. Jackson sind aufgetaucht. Aber ganz ehrlich, als Madonna gekommen ist, war alles andere plötzlich nur noch Vorgeschichte.

Dann singen die beiden „Like a Prayer“ und danach auch noch „Bring Your Love“, ihren neuen gemeinsamen Song. Genau da hat es bei mir Klick gemacht. Das ist nicht einfach eine nette Kollabo fürs Streaming Regal. Das fühlt sich an wie eine Übergabe, aber nicht im Sinn von „die Alte macht Platz“. Eher wie ein gemeinsamer Sprung auf den Dancefloor, Sabrina bringt die frische Frechheit, Madonna bringt diese unverschämte Bühnenautorität, die man nicht lernen kann.

„Bring Your Love“ ist inzwischen offiziell draußen und soll auf Madonnas kommendem Album „Confessions II“ landen, das am 3. Juli erscheint. Produziert wurde die Nummer von Madonna und Stuart Price, also genau jener Name, der bei vielen sofort die Lichter im Kopf einschaltet, wenn es um „Confessions on a Dance Floor“ geht. Und das passt schon sehr. Der Song fühlt sich nach Nacht, Bewegung und ein bisserl Trotz an. Als würde jemand sagen, redets nur, wir tanzen weiter.

Was mich aber am meisten fasziniert, ist Madonna selbst. Sie ist 67 Jahre alt und steht dort nicht wie ein nostalgischer Gastauftritt, sondern wie jemand, der noch immer den Raum kontrolliert. Ich finde das wahnsinnig stark. In einer Branche, in der Frauen oft viel zu früh als „Legende“ abgestempelt werden, was eh oft wie ein höfliches Wegschieben klingt, stellt sie sich einfach wieder mitten hinein. Korsett, Stiefel, Haltung, fertig. Auch Jeans versteht Madonna noch perfekt in Szene zu setzen!

Vielleicht liebe ich diese Coachella Performance deshalb so sehr, weil sie mich daran erinnert hat, dass Pop mehr sein kann als Charts und kurze Clips. Manchmal ist Pop ein Moment, in dem Generationen nicht konkurrieren, sondern sich gegenseitig heller machen. Und wenn Madonna mit 67 immer noch so viel Feuer mitbringt, dann habe ich plötzlich wieder Lust, selber weniger zu jammern und öfter aufzudrehen.

Ich freu mich jetzt schon auf „Confessions II“. Nicht, weil ich erwarte, dass alles so wird wie früher. Sondern weil Madonna offenbar noch lange nicht fertig ist. Und Sabrina? Die wirkt, als hätte sie gerade erst angefangen, richtig gefährlich gut zu werden.

Schiss vorm Fliegen? Tipps, wie man die Flugangst überwinden kann!

Seit einigen Jahren fliege ich wirklich oft, beruflich und privat, und trotzdem war Turbulenz für mich lange das Schlimmste am ganzen Reisen. Nicht der Start, nicht die Höhe, nicht einmal das Landen. Dieses plötzliche Rumpeln, dieses kurze Absacken, dieses Gefühl im Bauch, als ob der Lift auf einmal zu schnell nach unten fährt. Da war ich innerlich jedesmal schon im Katastrophenfilm. Wer kennt’s nicht, oder?

Geändert hat das ausgerechnet ein Freund von mir, der Pilot ist. Er hat mir einmal ganz trocken erklärt, dass ein Flugzeug nicht durch irgendeinen starren Raum fliegt, sondern durch Luft, und die bewegt sich eben dauernd. So wie ein Boot auf Wellen. Das Boot geht rauf und runter, ohne dass man gleich denkt, jetzt ist alles vorbei. In der Luft ist es im Grunde ähnlich, nur sieht man die Bewegung nicht, und genau das macht einen so nervös.

Was mir besonders geholfen hat, war ein Satz von ihm, den ich nicht mehr vergessen hab. Das Problem ist oft nicht die Technik, sondern unser Körper. Der will festen Boden spüren und meldet Alarm, obwohl das Flugzeug völlig innerhalb seiner Grenzen unterwegs ist. Flugzeuge werden ja auf Belastungen getestet, die weit über das hinausgehen, was wir als Passagiere normal erleben.

Seitdem bleib ich ruhiger, schnall mich immer an und atme einfach weiter. Ganz weg ist die Angst nicht, eh klar. Aber sie hat ihren Schrecken verloren, und das ist schon verdammt viel. Ein kleiner Trick noch. Wenn es rauf und runter geht, mal die Füsse hochheben! Gern geschehen!

Solo Gaming ist gut für die mentale Gesundheit

Man merkt meistens leider erst recht spät, was einem wirklich gut tut. Bei mir war das ausgerechnet Solo Gaming.

Ich habe lange geglaubt, allein spielen wäre nur Rückzug. Ein netter Zeitvertreib halt, mehr nicht. Aber in einer Phase, in der ich vom Job schon ziemlich ausgebrannt war, wurde genau das zu etwas viel Wichtigerem. Red Dead Redemption 2 hat mich über mehr als ein halbes Jahr begleitet, ganz ohne Eile. Ich bin durch diese ruhige, weite Welt geritten und hab gemerkt, wie mein Kopf langsam leiser wird. Nicht auf magische Weise, eh klar. Aber spürbar. Und ehrlich gesagt, das war damals fast schon genug.

Vielleicht berührt mich das Thema auch deshalb so, weil es eben nicht nur ein Gefühl ist. Der Youtube Kanal Werd Erwachsen! hat dazu ein starkes Video gemacht und in den Kommentaren viele Quellen gesammelt. Genau diese Mischung aus persönlicher Erfahrung und Forschung finde ich spannend. Da geht es um weniger Stress, mehr Selbstbestimmung und darum, dass nicht die Spielzeit alles entscheidet, sondern ob sich das Spielen gut ins eigene Leben einfügt. Das ist eine wichtige Nuance, die man leicht vergisst.

Für mich war Solo Gaming keine Flucht. Eher ein stiller Ort, an dem ich mich wieder ein bissl eingesammelt habe. Wer gerne spielt und gerade viel um die Ohren hat, sollte sich das YT Video mal ansehen bzw sein Lieblingsspiel wieder herausholen.

Zehn Jahre Funkstille

Nostalgische Gedanken kommen oft irgednwie so ganz leise daher. Gestern Abend war so ein Moment. Ein simples Treffen zum Essen, eigentlich nichts Großes. Und doch hat es mich mehr beschäftigt, als ich zuerst gedacht hab.

Ich hab mich mit einem alten Studienfreund getroffen, wir haben uns fast zehn Jahre nicht gesehen. Zehn Jahre. Das klingt immer so dramatisch, wenn man es ausspricht. Früher saßen wir gemeinsam in überfüllten Hörsälen, heute erzählen wir uns von Jobs, Wohnungen (er konnte mir einige tolle Tipps geben, die er auch auf seinem Blog „Einfach schön wohnen“ postet) und generell davon, wie schnell die Zeit plötzlich rennt. Am Anfang war es ein bissl holprig, ein paar Sekunden zu lange Pausen, vorsichtiges Abtasten. Aber das hat sich schnell gelegt.

Das Essen kam und irgendwie war das der Wendepunkt. Vor mir lag ein perfekt gebratenes Steak, saftig, mit schönen Grillspuren, oben drauf ein Zweig Rosmarin. Daneben Brokkoli, Karotten und ein cremiges, orangefarbenes Püree, alles liebevoll angerichtet. Genau so ein Teller, bei dem man kurz innehält, bevor man anfängt zu essen.

Mit jedem Bissen wurden auch die Gespräche entspannter. Wir haben gelacht über alte Uni Geschichten, über dumme Entscheidungen, die sich im Nachhinein gar nicht mehr so schlimm anfühlen. Es war vertraut, fast so, als wären keine Jahre dazwischen gewesen. Und gleichzeitig war klar, dass wir beide andere Menschen sind als damals.

Am Heimweg hab ich mir gedacht, wie wertvoll solche Abende eigentlich sind. Man vergisst das im Alltag viel zu leicht, ehrlich gesagt. Vielleicht sollte man alte Kontakte öfter wieder aufleben lassen, auch wenn es Überwindung kostet.