Wird The Madison ein neues Meisterwerk von Taylor Sheridan?

Als wirklich langjähriger und treuer Fan von Yellowstone und allem, was Taylor Sheridan anfasst, bin ich natürlich voreingenommen. Vielleicht sogar ein bissl zu sehr. Aber was hier angedeutet wird, fühlt sich anders an. Intimer. Zerbrechlicher.

Michelle Pfeiffer spielt Stacy Clyburn, eine New Yorker Matriarchin, die nach dem Unfalltod ihres Mannes ihr bisheriges Leben hinter sich lässt und mit der Familie ins Madison River Valley nach Montana zieht. Dieser Bruch zwischen Manhattan und der weiten Landschaft Montanas wirkt im Trailer fast wie eine innere Zerrissenheit. Auch Kurt Russell taucht auf, allerdings nur in Rückblenden. Schon das allein verspricht eine gewisse Tragik.

Bemerkenswert finde ich auch, dass bereits zwei Staffeln abgedreht wurden, noch bevor die erste am 14. März 2026 bei Paramount+ startet. Das ist ein Vertrauensvorschuss, der nicht selbstverständlich ist.

Sheridan nennt es sein intimstes Werk. Vielleicht wird es kein lautes Meisterwerk. Vielleicht eher ein leises. Und gerade deshalb könnte es lange nachhallen, auch wenn man es erst auf den zweiten Blick versteht.

Das Running Man Remake hat mich mehr genervt als begeistert

Gestern am späteren Abend bin ich mit einem Freund aus dem Kino gestolpert, beide ein bissl verwirrt und irgendwie leer. Wir hatten uns The Running Man Remake angeschaut, obwohl wir schon vorher ein eher mulmiges Gefühl hatten. Eh klar, man will ja mithalten bei den neuen Releases, aber gleichzeitig fragt man sich dann schon. Muss echt alles noch einmal neu aufgelegt werden?

Schon beim Reingehen hab ich mir gedacht, dass Edgar Wright zumindest ein kleiner Trost sein könnte, weil ich seine Energie normalerweise liebe. Und ja, am Anfang war ich sogar überrascht. Die ersten 30 oder 40 Minuten haben richtig gezogen. Schneller Schnitt, gute Musik, lässige Montagen. Glen Powell, der diesmal Ben Richards spielt, ist wirklich charismatisch. Er hat das Ganze getragen, mit einer Lockerheit, die fast ansteckend war. Vielleicht wirkt er sogar fast zu perfekt, aber gut, das ist Jammern auf hohem Niveau.

Aber dann, irgendwann kippt der Film. Genau so, wie es in der Vorlage beschrieben wurde. Ein zähes Pacing, das sich anfühlt wie drei Stunden, obwohl es weniger sind. Die politischen Messages sind mir irgendwann wirklich auf die Nerven gegangen. Nicht, weil ich mich nicht mit dem Thema auseinandersetzen mag, sondern weil es einfach so platt daherkommt. Kapitalismuskritik, die man schon tausendmal gesehen hat, aber diesmal mit dem Holzhammer. Gleichzeitig spürt man, wie viel Product Placement reingedrückt wurde und ich hab mir gedacht, das widerspricht sich doch eh alles selbst. Da sitzt du im Kino und fragst dich, ob das irgendwer ernst meint.

Mein Freund hat mir nachher beim Heimgehen nur zugeflüstert, das wir uns sparen hätten können. Und ich hab ihm zugestimmt. Nicht weil der Film komplett schlecht war, sondern weil er einfach unnötig wirkt. Ein weiteres Remake, das keiner wirklich gebraucht hat. Also ja, meine 2 Cent zu diesem weiteren Hollywood Durschnittsschinken.

Damian Lewis kehrt als Bobby Axelrod zurück zu „Billions“

Der Schauspieler Damian Lewis wird für die siebte Staffel der Showtime-Serie „Billions“ zurückkehren, nachdem er die Serie am Ende der fünften Staffel verlassen hatte. Was für eine Hammer Nachricht, ich habe mich gefreut wie ein Schnitzel. Was habe ich Billions als TV Serie geliebt und wie traurig war ich, als man in Staffel 5 man kaum mehr was von Damian Lewis gesehen hat, ehe er sich am Ende der Staffel komplett verabschiedete.

Nun die tolle Nachricht: Lewis wird seine Rolle als Bobby „Axe“ Axelrod in sechs der 12 für die nächste Staffel geplanten Episoden wieder aufnehmen. Die Serie wird derzeit in New York gedreht, und Lewis‘ Rückkehr war bereits durch Paparazzi-Fotos bekannt geworden, wie man hier sehen konnte. Die Macher der Serie versprechen, dass in der siebten Staffel Allianzen auf den Kopf gestellt werden, alte Wunden zu Waffen werden und Verrat epische Ausmaße annimmt. Lewis gewann einen Emmy für seine Rolle in der Showtime-Serie „Homeland“, bevor er 2016 zu „Billions“ kam. Sein Ausstieg aus „Billions“ erfolgte 2021 nach dem Tod seiner Frau, der Schauspielerin Helen McCrory. Als Teil der Fusion zwischen Showtime und Paramount+ sind bis zu vier „Billions“-Spinoff-Serien in Arbeit, darunter „Billions: Miami“, „Billions: London“, „Millions“ und „Trillions“.

Mehr Infos zum Comeback von Bobby Axelrod kann man hier und hier nachlesen! Hoffe, dass es bald einen Starttermin der neuen Season geben wird und dass er bald ist!

Showtime muss Billions einstampfen!

Ai, Ai, Ai, was bitte ist aus Billions geworden. Gestern Abend mir die 3. Folge aus der 6. Staffel Billions von Showtime angesehen und mein Urteil ist gefällt. Das war’s! Ende, Fin, Aus! Der Abgang von Damian Lewis kann von Corey Stoll leider nicht abgefedert werden. Und es ist wirklich auch nicht sein Fehler, denn die Schreiber der Serie haben es nicht geschafft, hier einen halbwegs authentisch wirkenden Übergang zu schaffen. Das zeigt sich besonders in der Rolle von Michael „Wags“ Wagner, der in „Michael Prince Capital“ irgendwie seinen Platz nicht finden kann und wohl hier eine Metapher für den Zuschauer darstellt. Denn so wie Wags weiss auch ich nicht, wo hier nun meine Position in meiner einstigen Lieblingsserie sein soll.

Aus Nostalgiegrüden schaue ich mir das noch an, wie die Folge gestern eben auch, aber ich tu mir deutlich schwerer, da jetzt immer wieder reinzuschalten. Klar, Showtime konnte mit dem Schicksal, das Damian Lewis erfahren ist, nicht rechnen, aber die Serie hatte auch schon mit ihm an Board das Zenit erreicht und man wäre besser gefahren, indem man die Serie mit Bobby Axelrod auch zu Ende gebracht hätte, als hier künstlich diese in die Länge zu strecken. Denn seien wir mal ehrlich, bei welcher Serie ging das wirklich lange gut? Ich kenne keine, aber die Produzenten probieren es immer und immer wieder.

Warum nicht ein Spin-Off starten? Ein Billions: LA oder so? Wo man den einen oder anderen Character auch wieder mal vorbeischauen lassen kann. Ich weiss es nicht, es wird bestimmt seine Gründe haben, aber Billions läuft Gefahr, wie auch einst Ray Donovan, dass ich einfach mitten drinnen zum Anschauen aufhören werde. Vielleicht schon mit der nexten Folge..

Squid Game bekommt 2. Staffel

Nicht, dass das jemals ernst angezweifelt wurde, aber ja, Squid Game bekommt seine 2. Staffel und damit eine Fortsetzung. Das Ende der 1. Staffel war an und für sich ein offenes und es wird spannend zu sehen sein, wie es um den Seong Gi-hun weitergehen wird. Falls du einer der wenigen Menschen bist, die Squid Game bis heute nicht gesehen haben, dann tut es mir leid, hier gibt es Spoiler 😛

So meinte Regisseur Hwang Dong-hyuk in einem Interview folgendes:

„Also es gab so viel Druck, so viel Nachfrage und so viel Liebe für eine zweite Staffel, dass ich fast das Gefühl hatte, ihr lasst mir keine Wahl. Aber ich kann sagen, es wird eine zweite Staffel geben. Sie ist schon in meinem Kopf. Ich bin derzeit im Planungsprozess. Ich glaube, es ist zu früh zu sagen, wann und wie es passieren wird, aber ich verspreche euch, Gi-hun wird zurückkehren und etwas für die Welt tun.“

Wen wundert es also? Niemanden. Die erfolgreichste Serie auf Netflix und dass es hier eine Fortsetzung geben sollte, war so klar wie das Amen im Gebet. Ich hoffe nur, dass Netflix das Thema nicht wieder tot reitet, weil Squid Game ja offensichtlich weltweit gespielt hat und es hier Spin-Off Möglichkeiten wie Squid Game USA oder Squid Game Deutschland geben könnte. Wollen wir das? Ich weniger, um ehrlich zu sein. Aber wie es um Seong Gi-hun weitergeht, ob er das Squid Game und den Frontmann zu Fall bringen wird, das will ich auf jeden Fall noch sehen.