Man merkt meistens leider erst recht spät, was einem wirklich gut tut. Bei mir war das ausgerechnet Solo Gaming.
Ich habe lange geglaubt, allein spielen wäre nur Rückzug. Ein netter Zeitvertreib halt, mehr nicht. Aber in einer Phase, in der ich vom Job schon ziemlich ausgebrannt war, wurde genau das zu etwas viel Wichtigerem. Red Dead Redemption 2 hat mich über mehr als ein halbes Jahr begleitet, ganz ohne Eile. Ich bin durch diese ruhige, weite Welt geritten und hab gemerkt, wie mein Kopf langsam leiser wird. Nicht auf magische Weise, eh klar. Aber spürbar. Und ehrlich gesagt, das war damals fast schon genug.
Vielleicht berührt mich das Thema auch deshalb so, weil es eben nicht nur ein Gefühl ist. Der Youtube Kanal Werd Erwachsen! hat dazu ein starkes Video gemacht und in den Kommentaren viele Quellen gesammelt. Genau diese Mischung aus persönlicher Erfahrung und Forschung finde ich spannend. Da geht es um weniger Stress, mehr Selbstbestimmung und darum, dass nicht die Spielzeit alles entscheidet, sondern ob sich das Spielen gut ins eigene Leben einfügt. Das ist eine wichtige Nuance, die man leicht vergisst.
Für mich war Solo Gaming keine Flucht. Eher ein stiller Ort, an dem ich mich wieder ein bissl eingesammelt habe. Wer gerne spielt und gerade viel um die Ohren hat, sollte sich das YT Video mal ansehen bzw sein Lieblingsspiel wieder herausholen.