Mein enttäuschter Blick auf Stefan Raabs gescheitertes Comeback

Wieder einer dieser Momente, wo man merkt, dass etwas vorbei ist. Nicht, weil man es will, sondern weil die Zeit einfach weitergegangen ist. Genau so fühlte es sich an, als ich Stefan Raabs Comeback gesehen hab.

Ich war einer von denen, die ihn damals gefeiert haben. Er war eine LEGEND. TV Total, Schlag den Raab, ESC. Das war Kult, frech, kreativ. Raab war der Typ, der das Fernsehen neu erfunden hat. Und dann kam dieser Moment, als er zurückkehrte, und plötzlich war alles, wie beschreib ich es am besten? Irgendwie, naja, leer. Die gleiche Show, der gleiche Witz, aber ohne Seele.

Klengan hat das in seinem Video perfekt zusammengefasst. Raab hat nicht nur die junge Zielgruppe verfehlt, sondern eigentlich alle. Es wirkt, als hätte er versucht, 2005 in 2025 zu retten, und dabei vergessen, dass das Publikum längst woanders ist. Auf YouTube, auf TikTok, überall, nur nicht vor dem Fernseher.

Was mich besonders getroffen hat, war, dass er selbst nicht gemerkt hat, wie sehr er den Anschluss verloren hat. Diese Apache-Parodie war der Tiefpunkt. Früher hätte Raab solche Künstler eingeladen, nicht verspottet. Heute wirkt er wie jemand, der sein Spiegelbild nicht mehr erkennt.

Vielleicht ist das die bittere Wahrheit über Comebacks: Man kann die Vergangenheit nicht wiederbeleben, ohne in der Gegenwart verloren zu gehen. Ich frag mich nur, ob Raab das irgendwann selbst erkennt.

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