Zach Galifianakis Doppelgänger verdient ein Vernögen in Las Vegas

Nicht wirklich soooo oft stolpert man beim Scrollen durch Facebook über Geschichten, bei denen man laut lachen muss und dann kurz still wird. Genau so ging es mir neulich in der U-Bahn, Kaffee in der Hand, Montagfrüh, eh schon leicht genervt. Wer die Wiener U-Bahn, besonders die U6, benutzen muss, weiss wovon ich spreche.

Ich hab da diese Story über Thaddeus Kalinoski gelesen, ein Typ, der wirklich alles auf einmal abbekommen hat. Scheidung komplett im Chaos, Job als Hotelmanager weg, und plötzlich viel zu viel Zeit zum Grübeln. In der Depression hat er sich gehen lassen, 20 Pfund mehr auf den Rippen, ein Bart wie aus einem schlechten Survivalfilm, Haare egal, alles egal. Kenn ma ja, leider.

Und dann steht er eines Tages vor dem Spiegel und merkt was total Absurdes. Je schlimmer er ausschaut, desto mehr schaut er aus wie Zach Galifianakis. Genauer gesagt wie Allan aus The Hangover. Ich hab beim Lesen echt schmunzeln müssen, weil ich mir das Bild sofort vorstellen konnte.

Das Internet wär nicht das Internet, wenn daraus nix entstehen würd. Leute haben ihn drauf angesprochen, Fotos wollten sie, Sprüche haben sie gemacht. Und für einen Moment hat er diese Rolle auch irgendwie angenommen, fast gefeiert. Hangover Lifestyle, Party, wenig Schlaf, viel Blödsinn. Klingt lustig, ist es aber nur kurz.

Irgendwann hat er gemerkt, dass genau das ihn kaputt macht. Körperlich, aber auch im Kopf. Also hat er den Schlussstrich gezogen, quasi in Pension gegangen von dieser Nummer. Das fand ich ehrlich gesagt stark.

Die Story hat mich nachdenklich gemacht, weil sie zeigt, wie schmal der Grat ist zwischen Selbstironie und Selbstzerstörung. Manchmal lacht man, obwohl man eigentlich Hilfe bräucht, oder zumindest a bissl Ehrlichkeit zu sich selbst.

Am Ende bin ich mit einem Lächeln ausgestiegen und hab mir gedacht, vielleicht sollte man öfter in den Spiegel schauen, aber halt wirklich hinschauen.

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